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Selbstwert

Unser Selbstwertgefühl steht in einem engen Zusammenhang mit unserem "Selbstbild":

Wie sehe ich mich selbst? Welche Meinung habe ich von mir? Wie ist meine Beziehung zu meinem Körper? Lehne ich mich als Mensch eher ab oder finde ich mich selbst in Ordnung, so wie ich bin? Wie gehe ich mit Kritik von anderen um? Bin ich dann am Boden zerstört oder sage ich mir: okay, ich habe diesmal großen Mist gebaut. Dazu stehe ich und mache es das nächste Mal besser!

Unser Selbstwertgefühl hat viel mit dem zu tun, was wir über uns selbst denken, wie wir uns selbst bewerten und welche innere Haltung wir gegenüber uns selbst einnehmen. Es geht also darum, die eigenen "Meinungen" von uns selbst unter die Lupe zu nehmen und wenn nötig, zu ändern. Dies ist aber gar nicht so einfach, da die (negativen) Meinungen, die wir uns über uns selbst gebildet haben, sehr stabil sind. Sie sind uns zu einer Gewohnheit geworden und werden nicht mehr hinterfragt, sind uns auch nicht mehr wirklich bewusst.

Gewöhnlich entwickeln wir unser Selbstwertgefühl während unserer Entwicklung im Kindheits- und Jugendalter. In unserer Familie machen wir unsere ersten Beziehungserfahrungen, lernen mit unseren Emotionen umzugehen und werden von unseren Bezugspersonen (Eltern, Geschwister, Lehrer, Mitschüler, Freunde...) wahrgenommen und mit zahllosen Wertungen "bestückt". Pauschal könnte man sagen: Selbstbewusste Erwachsene haben eine eher den Selbstwert förderliche Entwicklung erfahren. Und Erwachsene mit einem angekratzten Selbstwertgefühl wurden in Ihrer Kindheit oft dauerhaft und immer wieder "abgewertet", "gekränkt", "ausgegrenzt" etc.. Wenn dies über einen langen Zeitraum geschieht, wird ein Kind irgendwann selbst von sich glauben, dass es wertlos... sei. Dies wird zu einem "Glaubenssatz", der tief verinnerlicht und nicht mehr hinterfragt wird. (Ich bin nichts wert, ich bin nicht genug...)

 

Sicherlich gelingt es vielen Menschen im Jugend- und frühen Erwachsenenalter neue "wertschätzende" Erfahrungen zu machen und zu suchen, um dann die alten Glaubenssätze zu revidieren. Das Leben bietet immer Gelegenheit für Veränderung und Entwicklung.  Manchmal klappt das aber eben nicht so gut.

In der Beratung besteht die Möglichkeit mit der Genogrammarbeit einen Blick auf Ihre Kindheits- und Jugendzeit zu richten, um die frühen Beziehungserfahrungen und  Glaubensmuster aufzuspüren und neu zu formulieren.

(Siehe bei "Methoden": Genogrammarbeit und Glaubenssätze)

Sporty Girls.

Hinweis

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